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Chinesische Internetcafes – kein Eintritt ohne Foto


Meinungs-und Informationsfreiheit sind keine Rechte, die Chinesen für sich in Anspruch nehmen können. Dies unterstreicht auch das folgende Beispiel:

In der chinesischen Hauptstadt Beijing – besser bekannt als Peking – gibt es über 1500 Internet-Cafés und diese müssen nun technisch aufrüsten, um bis Mitte Dezember 2008 das von der Regierung in Peking beschlossene Gesetz umzusetzen, wonach alle Internet Cafés in Beijing ein neues Überwachungs-System nutzen müssen.

Wie sieht das Überwachungs-System der Internet-Cafés aus?

Mithilfe von Kameras und Ausweis-Scannern soll erkannt werden, wie alt der geneigte Surfer ist.

Chinatechnews schreibt:

The new rule says when people want to surf the Web in an Internet cafe, they need to stand before a camera to take photos first. At the same time, the scanner below the camera will scan their identification cards. This information will be passed to the monitoring platform of Beijing’s Law Enforcement Team for Culture as an archive. When these people go to an Internet cafe again, they can gain access by offering only their identification card numbers.

Warum wird solch ein Überwachungs-System eingeführt?

Bereits seit mehreren Jahren sind Internet-Café-Betreiber in China verpflichtet, genau zu registrieren, wie alt die surfenden Kunden sind. So ist das Surfen von Minderjährigen in China verboten.

Um u.a. diesem angeblich dem Schutz der Jugend dienenden Gesetz mehr Ausdruck und Wirkung zu verleihen, werden nun die Kamera-Überwachungssysteme eingeführt. Auch die missbräuchliche Nutzung eines Personalausweises durch mehrere (womöglich minderjährige) Personen soll so unterbunden werden.

Li says that by saving the image pf the netizen, they can prevent the repeated use of one identification card by several persons. With the monitoring platform, they can achieve a real-time monitoring on any computer space of any Internet cafe, so as to ensure the registered information really belongs to the person who is actually using the Internet.

Ein weiterer Beweggrund für die Einführung des neuen Überwachungssystemes wird wohl auch darin liegen, noch besser die Meinungen der Surfer kontrollieren zu können und recht schnell ggf. systemkritische oder -feindliche Äußerungen Personen zuweisen zu können oder sonstige Verstöße gegen das meinungsfreiheitsfeindliche chinesische „Recht“ nachweisen zu können.

China zeigt mit dieser neuen massiven Einschränkung bzw. Behinderung der Meinungs- und  Informationsfreiheit, dass das Land noch weit von demokratischen Verhältnissen entfernt ist.

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