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WDR plant Gebühren für eigenes Videoportal


Der Westdeutsche Rundfunk plant offenbar, sein eigenes Angebot an Sendungen in einem Video-on-demand-Portal zu vermarkten.

Der seit Juli 2008 als Geschäftsführer der WDR Mediagroup fungierende Michael Loeb kündigte dies in einem Interview mit der Fachzeitung „Horizont“ an:

„Ich würde Inhalte, an denen wir die Rechte haben, nach Ablauf der Nutzung in den Mediatheken gerne mit starken Partnern wie Studio Hamburg oder der Bavaria mit einem eigenen Portal kommerziell verwerten.“

„Mein Ziel ist es, das, was rechtlich möglich ist, auch auszuschöpfen“, so Loeb weiter. „Es macht doch keinen Unterschied, ob ich Inhalte auf CD oder DVD vertreibe oder im Internet.“



Mit einem eigenen Video-on-demand-Portal könnte es zu einer Bündelung der bisherigen Strukturen des WDR-Sendungs-Archivs kommen. So berichtete Teltarif:

Derzeit sind einige der vom WDR produzierten oder in Auftrag gegebenen Sendungen über eine Web-TV-Seite des WDR sowie über die ARD Mediathek abrufbar. Ferner hat der WDR eine regionale Mediathek, die Beiträge aus den einzelnen Lokalstudios des WDR bereithält.

Das Einstellen der Sendungen auf dem gebührenpflichtigen eigenen Video-Portal könnte nach sieben Tagen kostenfreier Nutzung erfolgen,  berichtet Meedia.

Meine Meinung zu dem WDR-Vorhaben: Es wird  juristisch betrachtet nicht so einfach, als öffentlich-rechtlicher Sender, der sich vorwiegend aus den GEZ-Gebühren finanzieren soll, Geld mit Sendungsbeiträgen zu erwirtschaften, deren Produktion eben mit diesen GEZ-Gebühren finanziert wurde.

Des Weiteren frage ich mich, wie man Bürgern, die brav Monat für Monat ihre GEZ-Gebühren zahlen, erklären möchte, dass sie für die damit produzierten und im Rahmen der Gebühr bezahlten Sendungen im Nachhinein noch einmal extra Geld zahlen sollen?! Ich finde das schon ziemlich dreist und absolut inakzeptabel!

Selbst private Sender wie RTL, die allein auf Werbung angewiesen sind, stellen eigene Sendungen und ganze Filme in ihren Mediatheken kostenlos zur Verfügung.

Darüber hinaus werden TV-Sendungen bereits heutzutage kurz nach Erscheinen im Fernsehen bei Youtube und Co, veröffentlicht. Ob es sich lohnt bzw. überhaupt möglich ist, diese Mechanismen zu unterbinden, ist doch höchst fraglich.

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