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Jamba unterliegt vor Gericht gegen Kind


Der Klingeltonriese Jamba verlor Presseberichten zufolge gegen ein Kind und dessen Vater vor dem Amtsgericht Berlin Mitte im Streit um ein abgeschlossenes Klingeltonabbo. Jamba zeigte sich wohl nicht einsichtig den Widerspruch des Vaters nach Eingang der Rechnung zu  akzeptieren, sodass die Sache vor Gericht endete. Die Kanzlei Kremer führt dazu das folgende Urteil auf:

Nach einem monatelangen Vorgeplänkel war Jamba! zu einer außergerichtlichen Einigung wegen angeblich angefallener Forderungen aus der Nutzung eines Mobiltelefons durch die minderjährige Tochter des Klägers für diverse Abos nicht bereit, sodass schließlich das AG Mitte in Berlin über die negative Feststellungsklage des Klägers zu entscheiden hatte. Die Entscheidung fiel eindeutig und zu Lasten von Jamba! aus: Weder gegen die minderjährige Tochter noch gegen deren Vater als Inhaber des Mobilfunkanschlusses können die aus etwaigen Abobestellungen durch die Tochter entstandenen Forderungen von Jamba! durchgesetzt werden. Jamba! sei selbst schuld, wenn aus geschäftlichen Gründen auf eine Identifikation des Gegenübers verzichtet werde und deshalb auch Minderjährige ohne jede Überprüfung über fremde Mobilfunkanschlüsse die Dienstleistungen von Jamba! in Anspruch nehmen könnten. Weiteres Pech für Jamba!: Die Berufung gegen dieses Urteil wurde vom AG Mitte nicht zugelassen (AG Mitte, Urteil vom 28.07.2008 – 12 C 52/08).

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zu " Jamba unterliegt vor Gericht gegen Kind "

  1. steffen sagt:

    manchmal entscheiden Gerichte auch richtig 🙂 ich denke jetzt im Vergleich zur VZ Welle..

    Was Jamba da abgezogen hat war auch wirklich nicht die feine Art. Die müssten ja auch wissen wann das einklagen unmöglich ist. Erst recht weil die nur mit sehr jungem Publikum zu tun haben.

    Aber ich glaube das ist nich das letzte mal wo wir das (evtl. auch hier 🙂 ) lesen werden. Denn das war ja nur der Anfang. Ich schätze mal da gibt es noch mehr Eltern mit den gleichen Problemen.

    steffens last blog post..2 Beitragssätze, 2 Krankenkassen aber nur 1 Internetseite!?

  2. holger sagt:

    Das Urteil ist genau richtig. Vom Grunde ist doch die Werbung von Jamba auf die Kids ausgerichtet und insgeheim ist damit verbunden, dass die Eltern das ganze bezahlen. Bei solchen Verträgen sollte dar neue Fernabsatzgesetz greifen, dass meines Wissens dann eine schriftliche Bestätigung fordert. Hier wäre dann ja auch nur eine Unterschrift des Erziehungsberechtigten (der es ja auch bezahlen soll) ausreichend.

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