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E-Commerce immer mehr im Trend


Ob es nun die Konzertkarten für U2, die ausgefallensten Wohngegenstände oder die frisch aus der Karibik eingeflogenen Tropenfrüchte sind: Mittlerweile lässt sich fast alles und vieles nur ausschließlich über das Internet kaufen. Der passende Begriff hierzu ist E-Commerce, steht für elektronischen Handel im Allgemeinen und vereint damit natürlich auch alle über das Internet getätigten Einkäufe. E-Commerce nutzt laut einer aktuellen Studie der Creditplus Bank AG unter 1000 Bundesbürger mittlerweile die Hälfte aller Deutschen und der Trend geht immer mehr zum sogenannten Online Shopping.

Ganz oben auf der Liste der am häufigsten eingekauften Produkte stehen dabei Bücher, Elektro- und Haushaltsgeräte, Reisen, Konzertkarten, Gutscheine, Drogerieartikel sowie Möbel und Wohnaccessoires. Auch für Lebensmittel gibt es mittlerweile immer mehr Anlaufstellen im Netz, sodass sich bereits 14 Prozent der Kaufwilligen das Essen zuschicken lässt.  Die Vorteile des Online-Shoppens liegen dabei auf der Hand und spiegeln sich auch in der Studie der Creditplus wieder. So sehen 83 Prozent der Befragten den schnellen und einfachen Preisvergleich als einen der großen Pluspunkte im Vergleich zum herkömmlichen Einkaufen im Einzelhandel. Ferner stehen die Webseiten, im Gegensatz zu den herkömmlichen Geschäften, 2 4 Stunden am Tag zur Verfügung, eine Bindung an Ladenöffnungszeiten ist somit nicht mehr erforderlich. Weitere 81 Prozent der Studienteilnehmer erfreuen sich an einer guten Trefferquote und stoßen somit schnell auf das gewünschte Produkt.

Weitere Vorteile ergeben sich aufgrund der erhöhten Flexibilität der Onlinestores. So müssen die Waren nicht in einen Verkaufsraum geschafft und für den Kunden entsprechend präsentiert werden, sondern können kurzfristig vom Lieferanten oder Hersteller bezogen  werden. Weiterhin sind keine Mitarbeiter zum Verkauf und der Beratung der Produkte notwendig. Die Kosteneinsparung ist immens und ermöglicht so eine Preisanpassung zu Gunsten der Kunden. Viele stationäre Geschäfte können aufgrund dieser Umstände schon gar nicht mehr mit den Online Unternehmen konkurrieren. Das in Deutschland übliche 14-tägige Rückgaberecht ermöglicht zudem den Internetkunden, Waren bei Nichtgefallen, in den meisten Fällen gar kostenlos, zurückzuschicken. Ferner entfällt  jegliche, zu Zeiten wie Weihnachten oder Ostern, außerordentlich nervige Warterei und die Artikel werden in der Regel kostenlos vor die eigene Haustüre geliefert.

Die Entwicklung hin zu E-Commerce und weg von den örtlich ansässigen Kaufhäusern hat bei vielen Unternehmen für  ein Umdenken gesorgt.  Auch große Konzerne wie MediaMarkt, Deichmann oder Zara sind auf den Onlinezug aufgesprungen und bieten ihre Produkte mitunter im Internet als auch vor Ort an.

Andere Unternehmen konzentrieren sich wiederum nur auf die Vorteile des Internets und damit ausschließlich auf die Vermarktung dieses einen Vertriebskanals. Als Beispiel hierzu der Möbel Online Shop namens Home24, früher auch unter der Webseite Möbel-Profi.de bekannt. Auch als Möbel Profi war die Onlineplattform aus dem Hause von Rocket Internet schon sehr beliebt, wurde allerdings Anfang des Jahres 2012 dennoch auf Home24 umgetauft. Grund hierfür war laut den Betreibern der Ausbau des Sortiments, sodass über die Webseite nun auch Accessoires und Einrichtungsgegenstände erworben werden können. Außerdem sollen wohl laut excitingcommerce über kurz oder lang auch internationale Versionen für Frankreich, Spanien, Skandinavien, etc. folgen, hierzu wäre die Domain möbel-profi.de natürlich nicht geeignet. Die Vorteile im Gegensatz zum stationären Gewerbe liegen auch hier auf der Hand. So lassen sich schnell Trends und veränderte Nachfragen feststellen, auf diese wiederum sehr schnell und individuell reagiert werden kann. Die zunehmende Globalisierung unterstützt diesen Prozess und ermöglicht dem Unternehmen, Produkte kurzfristig und ohne kostenintensive Lagerhaltung zu beziehen. Dies kommt dem Kunden entgegen, der damit Möbel zu moderaten Preisen und meist günstiger wie beim örtlichen Anbieter erwerben und dabei auf ein großes und dem Zeitgeist entsprechendes Sortiment zurückgreifen kann. Der Interessent kann schnell die gewünschte Kategorie ansteuern und sich anhand von Filterkriterien wie z.B. Farbe, Material oder Hersteller relevante Produkte anschauen, ohne dass er dabei ein ganzes Kaufhaus durchstöbern muss. Nach dem Einkauf stellt sich bei den hiesigen Möbelhäusern meist die Frage nach dem Transport der oft sperrigen Ware. Auch hier bietet der Kauf via Internet den Vorteil, dass die Artikel grundsätzlich kostenlos auf dem Versandweg bis nach Hause geliefert werden.

Trotz dieser ganzen genannten Vorteile beim E-Commerce gaben bei der von der Creditplus Bank durchgeführten Studie ca. ein Drittel aller Befragten an, generell lieber „offline“ einzukaufen. Grund hierfür sei Ihnen das Einkaufserlebnis. Als weiteren Grund für den Gang in das herkömmliche Geschäft spiele für viele auch die Beratung vor Ort eine wesentliche Rolle. Dementsprechend meiden zwei Drittel der Befragten das Internet und vertrauen auf den örtlichen Anbieter, wenn es um beratungsintensive Produkte gehe. Viele Kunden wollen vor dem Kauf doch noch einfach die Ware anprobieren oder anfassen und bei Bedarf einen Verkäufer hinzuziehen.

Nach Aufzählung all dieser Vorteile des E-Commerce stellt sich natürlich die Frage, welche der beiden Verkaufskanäle letztlich die Nase vorne haben wird und sich zukünftig noch mehr am Markt behaupten kann. Ich denke, dass der Onlinehandel in den nächsten Jahren sicherlich noch zunehmen kann und wird. Einige Sparten wie z.B. der Verkauf von Lebensmitteln per Internet befinden sich noch in den Kinderschuhen und können sicherlich noch an Wachstum zulegen. Das Web wird beim Handel also auch weiterhin eine wesentliche Rolle spielen, während der Verkauf im stationären Gewerbe dennoch seine Daseinsberechtigung behalten wird. Die Vorteile der eingehenden Beratung und des Einkaufserlebnisses durch den Kauf vor Ort bindet auch in Zukunft eine gewisse Kundengruppe. Vielmehr ist es für diese Unternehmen wichtig, auch den  Kanal des Onlinevertriebs für sich zu entdecken und die Waren auf beiden Kanälen anzubieten.

Wie ist eure Meinung zu E-Commerce?

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