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Übersicht aller Atomkraftwerke in Europa


Anfang März dieses Jahres richteten sich die Augen der Welt auf Japan: Das seit Beginn der Aufzeichnungen mit Abstand stärkste Erdbeben ereignete sich am 11.03.2011 vor der Küste der japanischen Region Tōhoku. In Folge dessen entstand ein Meter hoher Tsunami, der vor allem an der Ostküste Japans einen verheerenden Schaden anrichtete. Davon betroffen war auch das Atomkraftwerk in Fukushima, dessen Energieversorgung ausfiel und somit die Kühlung der Reaktoren und Brennstäbe nur bedingt möglich war. Im Laufe der Zeit trat immer mehr an Radioaktivität aus und kontaminierte das gesamte Gebiet rund um das AKW im Umkreis von zig Kilometer, gut ein hundert tausend Anwohner mussten ihre Heimat für immer verlassen. Ähnlich wie in Tschernobyl wird das Sperrgebiet über Jahrzehnte hinweg verseucht bleiben.

Diese Umstände lösten auch im weit entfernten Deutschland eine erneute Debatte bezüglich der Sicherheit von Atomkraftwerken und Möglichkeiten der alternativen Stromgewinnung aus, obwohl erst kurz zuvor eine Laufzeitverlängerung der bestehenden Atomkraftwerke besiegelt wurde. Innerhalb kürzester Zeit übernahm dabei Deutschland eine Vorreiterrolle in Sachen Atomausstieg. Seit letztem Donnerstag, dem 30.06.2011 ist dieser nun amtlich. So hat der Bundestag mit großer Mehrheit mehrere Gesetze verabschiedet, die einen möglichst schnellen Ausstieg aus der atomaren Energiegewinnung gewährleisten sollen. In dem Sinne soll das letzte Atomkraftwerk spätestens Ende 2022 abgeschaltet werden.

Weitere vom Bundestag beschlossene Gesetze für den Ausbau von erneuerbaren Energien sollen eine reibungslose Umstellung des gesamten Energiekonzepts in Deutschland ermöglichen. Demnach muss immer mehr auf alternative Stromquellen wie Solar-, Biomasse- oder Windkraftanlagen gesetzt werden. Die Sorge um die vollständige Abdeckung des bundesweiten Energiebedarfs ist dabei groß. So befürchten die Stromanbieter schon jetzt Engpässe bei der Stromversorgung, die vor allem an kalten Wintertagen ohne Wind und ohne Sonne im Süden Deutschlands eintreten könnten. Laut Matthias Kurth, dem Präsident der Bundesnetzagentur, sei das Netz nach Abschaltung von acht Kernkraftwerken schon deutlich instabiler geworden und ein manuelles Eingreifen des Netzmanagements immer öfter erforderlich. Eine reibungslose Umstellung ohne allzu große Verteuerung des Stroms wird daher wohl eines der Hauptthemen in Sachen Energiepolitik über die nächsten Jahre hinweg werden.

Übersicht aller Atomkraftwerke in ganz Europa

Wer sich einen Überblick über sämtliche aktiven als auch mittlerweile inaktiven Kernkraftwerke in Deutschland verschaffen will, findet hier auf Wikipedia eine Auflistung aller AKWs mit sämtlichen weiteren Infos wie deren Betreiber sowie Leistungszahlen der einzelnen Blöcke.

Auch stellt die österreichische Umweltorganisation global2000 ein Google Maps Mashup zur Verfügung, dass dahingehend jegliche europäischen Meiler übersichtlich auf einer Google Maps Karte einblendet. Das Mashup kann unter diesem Link aufgerufen werden. Pro AKW findet sich ein atomares Gefahrensymbol. Eine rote bzw. schwarze Umrandung dieses Symbols gibt Aufschluss, ob das Kraftwerk noch aktiv ist oder bereits stillgelegt wurde. Bei Klick auf ein Symbol werden weitere Leistungsdaten eingeblendet, auch ist hierüber das Datum der Inbetriebnahme erkennbar. Das Mashup eignet sich somit hervorragend, um schnell einen Einblick zur örtlichen Verteilung der Kernkraftwerke zu bekommen. So erkennt man sofort, dass beispielsweise in Polen kein einziges AKW aktiv ist. Ganz im Gegensatz zu Frankreich, deren viele Meiler sich oftmals direkt an der Grenze zu Deutschland bzw. der Schweiz wiederfinden. In Italien hingegen sind alle ehemalig aktiven Kernkraftwerke mittlerweile stillgelegt worden.

Weitere Informationen, speziell zur Situation der atomaren Energiegewinnung im jeweiligen Land finden sich auf global2000.at.

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